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Hebesatz Grundsteuer

geschrieben von Hermann del Campo,

Letzte Aktualisierung 2 months ago

Hebesatz Grundsteuer

Die Grundsteuer muss jeder Grundstückseigentümer bezahlen, unabhängig davon, ob das Grundstück bebaut ist oder auch nicht. Selbst als Mieter bezahlt man Grundsteuer, welche auf die Nebenkosten aufgeschlagen wird.

Wie hoch die Grundsteuer am Ende ausfällt, hängt von der Höhe des Grundsteuer Hebesatz ab. Diesen Wert benötigt die Gemeinde für ihre Berechnung der Grundsteuer. Es gibt hier aber keinen pauschalen Grundsteuer Hebesatz, denn dieser ist von den Städten und Gemeinden abhängig. Somit kann die Grundsteuer je nach Grundstücksort hoch oder niedrig sein.

Die zwei Arten des Hebesatz Grundsteuer

Den Hebesatz gibt es in zwei Arten. Der Hebesatz Grundsteuer A bezieht sich auf Grundstücke der Land- und Forstwirtschaft. Der Hebesatz Grundsteuer B bezieht sich auf sonstige Grundstücke.

Wie wird der Hebesatz Grundsteuer berechnet?

Die Gemeinden legen den Grundsteuer Hebesatz selbst fest. Er gilt für ein Kalenderjahr und kann im Folgejahr höher oder niedriger sein. Für die Gemeinden ist das praktisch, denn mit der Grundsteuer finanzieren sie die Infrastruktur und somit können die Steuereinnahmen besser geplant werden.

Das Finanzamt berechnet die Grundsteuer B folgendermaßen:

  1. Der Einheitswert des Grundstücks wird ermittelt. Sofern es sich in den alten Bundesländern befindet, wird der Bodenrichtwert von 1964 herangezogen. Liegt es in den neuen Bundesländern, sind die Werte von 1935 entscheidend.
  2. Nun braucht es die Grundsteuermesszahl, welche in Promille angegeben wird. Sie ist gesetzlich festgelegt und hängt von der Art des Gebäudes ab.
  3. Zum Schluss werden die Grundsteuer Hebesätze der Gemeinden gesucht, in denen sich Ihre Grundstücke oder Ihr Grundstück befindet. Jetzt werden der Einheitswert x Grundsteuermesszahl x Hebesatz Grundsteuer multipliziert und das Ergebnis ist die Grundsteuer B.

Wie hoch darf der Hebesatz sein?

Die Städte und Gemeinden dürfen selbst entscheiden, wie hoch der Grundsteuer Hebesatz ist. Er hängt somit auch davon ab, wie hoch eine Stadt oder Gemeinde verschuldet ist. Das bedeutet, dass Städte mit hohen Schulden wie Berlin einen hohen Grundsteuer Hebesatz haben und reiche Städte wie München einen eher niedrigen Grundsteuer Hebesatz.

Es macht übrigens keinen Sinn, sich gegen einen zu hohen Grundsteuer Hebesatz zu wehren oder gezielt beim Grundstückskauf nach einer Region mit niedrigem Hebesatz zu suchen. Dieser kann sich jährlich ändern und vor Gericht hätten Sie hier auch schlechte Karten. Gemeinden und Städte dürfen den Hebesatz der Grundsteuer anpassen, wenn die Schulden sehr hoch sind, denn die Höhe der Grundsteuer ist dafür entscheidend, wie gut die Infrastruktur einer Stadt oder Gemeinde wächst oder erhalten wird.

Verschiedene Grundsteuern nicht unüblich

Sofern Sie nicht nur eine Immobilie, sondern gleich mehrere in verschiedenen Regionen besitzen, ist es durchaus möglich, dass die Hebesätze weit auseinandergehen. Somit zahlen Sie für die eine wesentlich kleinere und ältere Immobilie vielleicht viel mehr Grundsteuer als für die andere groß und neue Immobilie. Die Höhe der Grundsteuer hängt somit wirklich davon ab, wo sich Ihr Grundstück befindet und wie hoch dort die Grundsteuer Hebesätze sind.

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