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Grundsteuermessbetrag

geschrieben von Hermann del Campo,

Letzte Aktualisierung 2 months ago

Grundsteuermessbetrag

Verfügen Sie über ein Grundstück oder mehrere Grundstücke und sind Sie nicht von der Grundsteuer befreit, so erlässt das Finanzamt einen Grundsteuermessbescheid für Sie. Dieser wird benötigt, damit die Gemeinde eine Grundlage für den Grundsteuerbescheid hat. Sie als Grundbesitzer müssen für jedes Ihrer Grundstücke die Grundsteuer bezahlen. Somit erfolgt die Berechnung des Steuermessbetrags für jedes einzelne Grundstück.

Generell wird die Grundsteuer am Objektwert ermittelt, ob Sie nun wohlhabend sind oder nicht, spielt hier keine Rolle, von Ihren Grundstücken ist sie aber sehr wohl abhängig. Für die Berechnung wird nicht nur der Grundsteuermessbetrag benötigt, sondern auch der Grundsteuerwert der Immobilie, die Grundsteuermesszahl und der festgelegte Hebesatz, der für Ihren Ort gilt.

Für eine Gemeinde ist die Grundsteuer sehr wichtig, da sie den Erhalt der Infrastruktur sichert. Die Gemeine saniert damit zum Beispiel Straßen, erhält Schulen und Schwimmbäder und vieles mehr.

Der Steuergegenstand Ihrer Grundsteuer ist Ihr Grundbesitz. Ihre Grundsteuer wird in einem 3-stufigen Verfahren ermittelt. Hierfür werden benötigt der Grundsteuerwert, die Steuermesszahl und der Grundsteuerhebesatz.

Die 3 Stufen kurz erklärt

Der Einheitswert wird von der zuständigen Finanzbehörde ermittelt und wird für die Berechnung der Grundsteuer benötigt. Der Steuermessbetrag wird durch Anwendung der Steuermesszahl auf den steuerpflichtigen Wert ermittelt. In der Land- und Forstwirtschaft tritt in den neuen Bundesländern der wirtschaftliche Ersatzwert an die Stelle des Steuerwertes.

Es gibt den Grundstückswertbescheid, welcher der Grundlagenbescheid für den Grundsteuermessbescheid ist. Wiederum der Grundsteuermessbescheid ist Grundlagenbescheid für den Grundsteuerbescheid.

In den alten Bundesländern liegt die Grundsteuermesszahl zwischen 2,6 und 3,5 v.T. In den neuen Bundesländern liegt er zwischen 5,0 und 10 v.T. Unabhängig ob alte oder neue Bundesländer liegt er für die Land- und Forstwirtschaft bei 6 v.T.

Wie viel Grundsteuer muss ich zahlen?

Sie können Ihre jährliche Grundsteuer ermitteln, indem Sie den Grundsteuermessbetrag mit dem Hebesatz multiplizieren und das Ergebnis durch 100 teilen. Schon wissen Sie, wie viel Steuern Sie jährlich für Ihr Grundstück bezahlen müssen.

Diese wird in der Regel auf vier Zahlungen im Jahr aufgeteilt. Stichtag ist der

  • 15. Februar,
  • 15. Mai,
  • 15. August
  • 15. November

eines Jahres. Sofern es sich um einen sehr geringen Betrag von unter 15 Euro handelt, gibt es meist Sonderregelungen und Sie zahlen die Grundsteuer dann einmalig im Jahr zum 15. August. Liegt der Betrag dagegen zwischen 15 und 30 Euro, so ist die Grundsteuer am 15. Februar und am 15. August fällig und somit in zwei Raten.

Die Berechnung des Grundsteuermessbetrags für die Grundsteuer

Sie können den Grundsteuermessbetrag auch selbst berechnen, um einen Anhaltspunkt zu haben.

Hierfür multiplizieren Sie den Grundsteuerwert mit der Steuermesszahl. Das Ergebnis ist der Grundsteuermessbetrag.

Diesen Grundsteuermessbetrag brauchen Sie, um später die Grundsteuer berechnen zu können. Somit ist der Steuermessbetrag nicht die Grundsteuer.

Beratung zum Thema Festsetzung bekommen Sie auch bei Ihrer zuständigen Finanzbehörde oder von ihren grundsteuereinfach.de Steuerberater-Experten.

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