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Grundsteuer Sachsen

geschrieben von Hermann del Campo,

Letzte Aktualisierung 2 months ago

Grundsteuer Sachsen – Gohliser Schlösschen

Grundsteuer Sachsen – Was die Grundsteuerreform für Eigentümer bedeutet

Ab 2025 wird es für Eigentümer eines Hauses oder für Grundstückseigentümer eine neue Grundsteuer geben. Zu verdanken haben das die Bürger und Bürgerinnen in Sachsen der Grundsteuerreform.

Warum gab es eine Grundsteuerreform? Die Reform der Grundsteuer in Sachsen und auch im restlichen Land entstand, weil die alte Grundsteuer rechtswidrig war. Deswegen ist die Grundsteuer 2018 erneuert worden. Das heißt: Ab 2022 muss eine Steuererklärung abgegeben werden. Alle Grundstücke werden neu bewertet, sodass ab dem Jahr 2025 eine neue Grundsteuer in Sachsen entrichtet wird.

Für Eigentümer von Immobilien oder für Grundstückseigentümer kann das wiederum bedeuten, dass ab 2025 die Grundsteuer teurer wird.

Was ist die Grundsteuer?

Das Grundsteuergesetz ermöglicht es, Kommunen und Gemeinden die Grundsteuer für die jeweilige Region zu berechnen. Die Grundsteuer ist also eine Objektsteuer, die von den Eigentümern eines Objektes oder eines Grundstücks entrichtet werden muss. Wie hoch die Grundsteuer in Sachsen und im restlichen Bundesgebiet ist, wird nach dem Bundesmodell berechnet. Jedoch haben nicht alle Bundesländer dieses Bundesmodell als Grundlage verwendet. Dazu gleich noch mehr.

Wer sich schon einmal mit der Grundsteuer in Sachsen befasst hat, der wird diese drei Grundsteuer Arten kennen:

  • Grundsteuer A: Bezieht sich auf die Land- und Forstwirtschaft. Bei dieser Grundsteuer in Sachsen werden also nur Grundstücke aus diesem Segment bewertet.
  • Grundsteuer B: Bezieht sich auf Immobilien oder Grundstücke. Die Grundstücke können laut dem Finanzamt bebaut oder unbebaut sein.
  • Grundsteuer C: Die Grundsteuer C ist ein Teil der Reform und sieht vor, dass Gemeinden und Kommunen die unbebauten Grundstücke ab 2025 höher besteuern können, um beispielsweise eine Bebauung anzustreben.

Öffnungsklausel wurde von Sachsen in Anspruch genommen

Die Berechnung der Grundsteuer in Sachsen soll laut der Grundsteuerreform nach dem sogenannten Bundesmodell erfolgen. Dieses beinhaltet die Steuermesszahlen und den Einheitswert. Sachsen hat als eines von wenigen Bundesländern Gebrauch von der Öffnungsklausel gemacht und nutzt zur Berechnung der Grundsteuer ein eigenes Modell.

Schaut man sich die Informationen der Finanzämter und Behörden genauer an, dann kann man erkennen, dass Sachsen sich für ein modifiziertes Bundesmodell entschlossen hat.

Was ist ein modifiziertes Bundesmodell?

Was ist denn eigentlich ein modifiziertes Bundesmodell? Jedes Bundesland hatte bei der Reform zur Grundsteuer die Möglichkeit, sich nach dem Grundsteuerwert zu richten. Sprich, die Grundsteuer nach dem Bundesmodell zu berechnen. Sachsen hat das jedoch nicht gemacht und das Bundesmodell etwas abgewandelt.

Im Bundesmodell kommt die Steuermesszahl vor. Diese hat Sachsen nicht mit aufgenommen. Deswegen kommt es zu abweichenden Steuermesszahlen für das Bundesland. Bis auf diese kleine Abweichung ist die Berechnung wie im Bundesmodell.

Hinweis: Wer Grundsteuer zahlen muss, sollte wissen, dass der Grundsteuerwert von den Finanzämtern auf Grundlage der einzureichenden Erklärung berechnet wird.

Wie wird das modifizierte Bundesmodell berechnet?

Eigentümer eines Grundstücks oder einer Immobilie fragen sich nun mit Sicherheit, wie die Grundsteuer in Sachsen berechnet wird. Da Sachsen ein modifiziertes Bundesmodell anstrebt, wird die Berechnung von den meisten Bundesländern abweichen. Wichtig ist zu wissen, dass die Steuermesszahlen in Sachsen bei der Berechnung der Grundsteuer abweichen.

Das Bundesmodell sieht für die Steuermesszahlen folgende Informationen vor:

  • unbebaute Grundstücke: 0,34 ‰
  • bebautes Grundstücke: 0,31 ‰ (Einfamilienhaus)
  • Teileigentum: 0,34 ‰

Laut dem sächsischen Bundesmodell sind hier die Abweichungen vorhanden, denn es werden folgende Zahlen für die Berechnung verwendet.

  • unbebaute Grundstücke: 0,36 ‰
  • Wohn-Grundstücke: 0,36 ‰ (Einfamilienhaus)
  • Alle anderen Grundstücke: 0,72‰

Andere Änderungen kann man bei der Grundsteuer in Sachsen nicht finden.

Grundsteuer Sachsen: Die Berechnung

Das Modell zur Neuberechnung der baldigen Grundsteuer ist in Sachsen nur geringfügig angepasst. Wie genau gestaltet sich nach dem neuen Grundsteuergesetz die Neuberechnung:

Grundsteuerwert x Steuermesszahlen = Steuermessbetrag

Diese Neuberechnung erfolgt durch die Finanzämter und Behörden. Durch einen entsprechenden Bescheid bekommen die Bürger im Freistaat Sachsen die Werte zugeschickt.

Der Steuermessbetrag wird dann mit dem Hebesatz für die jeweilige Gemeinde multipliziert. Daraus ergibt sich die neue Grundsteuer für den Freistaat.

Was muss man bei der Erklärung zur Feststellung alles angeben

Damit die Umsetzung der Grundsteuer erfolgen kann, muss nun im Jahr 2022 zwischen Juli und Oktober eine neue Steuererklärung erfolgen. Wer also Eigentum in Sachsen besitzt, muss bis zum Stichtag im Oktober verschiedenen Angaben an das Finanzamt übermitteln. Dafür wird das Portal Elster verwendet.

Damit die Grundsteuer in Sachsen richtig nach dem Grundsteuergesetz berechnet werden kann, müssen Eigentümer folgende Informationen an die Behörden weitergeben. Daraus erfolgt dann die Errechnung der Grundsteuer mittels der Grundsteuererklärung.

Daten zur Grundsteuer laut neuer Grundsteuerreform:

  • Lage des Grundstücks
  • Grundstücksgröße
  • Bauart und Wohnfläche
  • Baujahr

Fazit zur Grundsteuer im Freistaat

Die neue Grundsteuer wird schon bald viele Eigentümer beschäftigen. Wer Grundbesitz hat, auch in der Land- und Forstwirtschaft, wird in wenigen Monaten eine Neuberechnung der Grundstückswerte erhalten. Ob man nun mehr oder weniger zahlen muss, das steht nach dem aktuellen Stand nicht fest. Der Grund dafür ist auch, dass die Gemeinden die Hebesätze selbst festlegen dürfen.

In Deutschland gelten unterschiedliche Berechnungsmodelle, wobei Sachsen sich bei der Grundsteuer nach einem modifizierten Bundesmodell richtet. Dieses weicht von der Norm nur im Bereich der Steuermesszahl ab. Die Grundsteuer zahlen müssen unter anderem Haus-Eigentümer, Grundstückseigentümer, Besitzer von Land- und Forstwirtschaft.

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