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Grundsteuer Sachsen-Anhalt

geschrieben von Hermann del Campo,

Letzte Aktualisierung 2 months ago

Grundsteuer Sachsen Anhalt – Schloss Wernigerode

Grundsteuer Sachsen-Anhalt – Was müssen Eigentümer jetzt wissen?

Die Grundsteuer ist eine Objektsteuer und wird auch in Sachsen-Anhalt an den vorhandenen Grundbesitz angeknüpft. Zu zahlen ist die Grundsteuer von den Eigentümern und Eigentümerinnen von Grundbesitz.

Dazu gehören Grundstücke und Betriebe der Land- und Forstwirtschaft. Die Grundsteuer unterscheidet sich ganz maßgeblich von der Grunderwerbsteuer. Während die Grunderwerbsteuer einmal beim Kauf eines Gebäudes oder eines Grundstücks fällig wird, muss man die Grundsteuer einmal im Jahr entrichten. Diese kommt den Gemeinden zugute.

Berechnung der Grundsteuer – die Grundsteuer Reform greift am 1.1.2022

Mittlerweile sollte überall in Deutschland bekannt sein, dass es eine Grundsteuerreform gibt. Wer sich als Eigentümer von Grundstücken noch nicht mit der Grundsteuerreform in Sachsen Anhalt befasst hat, der bekommt jetzt alle wichtigen Informationen dazu. Bisher wurde die Höhe der Grundsteuer immer durch die Finanzbehörden berechnet.

Dabei galt als Grundlage der Einheitswert. Dieser Wert jedoch stammt für alle alten Bundesländer aus dem Jahre 1964. Bei den neuen Bundesländern war dieses Berechnungsmodell noch älter.

Da sich Grundstücke jedoch entwickeln und im Wert steigen können, musste die Grundsteuer reformiert werden. Denn die Grundstückswerte wurden in der alten Berechnungsgrundlage nicht mit einbezogen. Demzufolge hat das Bundesverfassungsgericht die alte Grundsteuer im ganzen Land überarbeiten lassen.

Ende 2019 wurde dann durch den Gesetzgeber die Neuregelung der Grundsteuer bestimmt. Die Behörden, dazu gehören auch die Finanzämter, sind nun dazu angehalten, in den darauffolgenden fünf Jahren die Daten der Eigentümer zu erfassen und die Neuberechnung der Grundsteuer durchzuführen.

Das bedeutet jetzt, dass die Gemeinden ab dem 01.01.2025 die neuen Grundsteuern erhalten. Hausbesitzer in Sachen-Anhalt dürfen allerdings noch eine weitere Information für sich verarbeiten. Denn die Länder haben die Möglichkeit, bis 2024 von der Öffnungsklausel Gebrauch zu machen.

Bei der Öffnungsklausel handelt es sich um die Gelegenheit, ein abweichendes Berechnungsmodell für die Grundsteuer anzuwenden und damit nicht dem Bundesmodell zu folgen.

Sachsen-Anhalt hat von dieser Chance Gebrauch gemacht und lässt die Berechnung der Grundsteuer nach einem eigenen Modell festsetzen.

Berechnung der Grundsteuer in Sachsen-Anhalt – Was müssen Eigentümer jetzt wissen?

Allein in Sachsen-Anhalt müssen mehr als 1,3 Millionen Grundstücke neu berechnet werden. Die dazu nötigen Unterlagen sollten Eigentümer möglichst schnell sammeln. Mieter hingegen haben Glück, da sie für die Immobilien, in denen sie wohnen, keine Daten nach Magdeburg oder an das entsprechende Finanzamt übermitteln müssen. Wer Grundstücke oder Immobilien besitzt, muss die Daten an die entsprechende Behörde weitergeben.

Die Steuererklärung, die zur neuen Berechnung der Grundsteuer benötigt wird, muss zwischen Juli und Oktober 2022 bei den Ämtern eingereicht sein. Vorher konnte man seine Steuererklärung nicht einreichen. Danach werden die Ämter die Berechnung der Steuer durchführen und durch Bescheide an die Eigentümer übermitteln.

Ab Januar 2025 bekommen die Eigentümer dann den neuen Grundsteuerbescheid von den Gemeinden übermittelt.

Welche Daten benötigt die Finanzbehörde zur Berechnung der Grundsteuer?

Es ist vollkommen egal, ob man Besitzer eines Haus, eines Grundstück oder eines Land- oder Forstwirtschaftsbetriebes ist. Man muss gewisse Daten an das Amt übermitteln. Grundlagen für die Berechnung der Steuer sollten diese Daten sein:

  • Gemarkung
  • Flur
  • Flurgrundstücke
  • Grundstücksgröße
  • Bodenrichtwert
  • Wohnfläche
  • Baujahr
  • Anzahl der Garagen- oder Tiefgaragen-Stellplätze

Steuern zahlen natürlich auch die Besitzer von gewerblich genutzten Grundstücken. Bei ihnen sieht die Berechnung der Grundsteuer in Sachsen-Anhalt etwas anders aus. Deswegen müssen diese Eigentümer auch andere Daten übermitteln.

  • Informationen zur Brutto-Grundfläche
  • Art der Nutzung
  • Angaben zu den Wirtschaftsgebäuden

Grundsteuerberechnung in Halle/Saale, Magdeburg, Dessau-Roßlau und Co.

Welche Höhe wird die Grundsteuer in Sachsen-Anhalt haben? Die Grundsteuer in Sachsen-Anhalt wird ab 2025 nach dem Grundsteuerwert berechnet.

Was das genau für Vermieter und Eigentümer bedeutet, erfahren Sie hier. Das bisherige dreistufige Verfahren zur Ermittlung der Grundsteuer bleibt in Sachsen-Anhalt bestehen.

Das bedeutet, die Grundsteuer in Sachsen-Anhalt berechnet sich nach dieser Formel:

Grundsteuerwert x Steuermesszahl (Grundsteuermesszahl) x Hebesatz

Für Eigentümer bedeutet das also, man muss den Wert der Immobilie oder des Grundstücks kennen. Dieser Wert wird mit der Steuermesszahl multipliziert. Diese Zahl definiert sich durch die Immobilienart. Anschließend wird mit dem Hebesatz multipliziert. Dieser ist durch die Gemeinden, die Städte oder die Kommunen bestimmt.

Woher bekommt man den Grundsteuerwert? Den Grundsteuerwert erfahren Besitzer einer Immobilie oder eines Grundstücks in Halle/Saale, Magdeburg, Dessau-Roßlau und Co. bei den Finanzämtern.

Die Steuermesszahl richtet sich in Sachsen-Anhalt nach der Immobilienart. Dieser Faktor orientiert sich zum einen nach der Einwohnerzahl der Gemeinden oder Städte und nach der Art der Immobilie.

Faktor drei der Berechnung ist der Hebesatz, der durch die Kommunen oder die Städte bestimmt wird. Das heißt also, der Hebesatz kann in Halle/Saale anders sein als in Dessau Roßlau oder Magdeburg.

Was ist die Grundsteuer A in Sachsen Anhalt

Wer sich mit der Grundsteuer in Sachsen-Anhalt befasst, der wird vielleicht auch die Grundsteuer A kennenlernen. Grundbesitz laut der Grundsteuer A in Sachsen-Anhalt richtet sich nach dem Typ agrarisch.

Das heißt, die Grundsteuer A richtet sich an die Eigentümer von Land- und Forstwirtschaft. Wer also Eigentum besitzt, welches jedoch nicht in diese Kategorie gehört, kann die Grundsteuer A getrost ausblenden.

Was ist die Grundsteuer B in Sachsen Anhalt

Die Grundsteuer B ist der Gegenpart zur Grundsteuer A in Sachsen-Anhalt und beschreibt den Steuertyp “Privatperson”. Das heißt, wer Grundstücke besitzt, eine Immobilie oder eine Eigentumswohnung oder ein Haus, muss die Grundsteuer B entrichten.

Woher weiß ich, welche Höhe meine Grundsteuer hat?

Wer gerne wissen möchte, welche Höhe die Grundsteuer in Sachsen-Anhalt bald haben wird, der kann sich entsprechend an dem Grundsteuerbescheid der Kommune orientieren. Sobald alle Daten bei den Finanzbehörden vorliegen, geben die Kommunen und die Gemeinden die entsprechenden Steuerbescheide heraus.

Die Höhe der Grundsteuer für ein Grundstück wird also dann durch die Kommune veröffentlicht. Warum ist die Kommune die Behörde, welche den Grundsteuerbescheid herausgibt?

Weil die Gemeinde die Position ist, in der der Hebesatz bestimmt wird. Der Grundsteuermessbetrag und andere Daten werden durch die Finanzbehörden ermittelt. Jedoch ist der Hebesatz Sache der Gemeinde oder der Stadt.

Da es unterschiedliche Hebesätze gibt, ist die Gemeinde oder die Stadt dazu beauftragt den Grundsteuerbescheid herauszugeben.

Grundstückseigentümer bekommen dann also die Festsetzung der Grundsteuer übermittelt. In dem Bescheid steht genau drin, wie hoch die Grundsteuer ist und bis wann diese an die Gemeinde zu entrichten ist.

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