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Grundsteuer Rheinland Pfalz

geschrieben von Hermann del Campo,

Letzte Aktualisierung 2 months ago

Grundsteuer Rheinland Pfalz – Skyline von Koblenz

Grundsteuer Rheinland Pfalz: Was Sie über die Berechnung wissen müssen

Die Grundsteuerreform ist auch an Rheinland Pfalz nicht vorbeigegangen. Wie in vielen anderen Bundesländern wird auch in Rheinland Pfalz die Grundsteuer nach dem Bundesmodell berechnet. Was genau heißt das und welche Auswirkungen hat das Grundsteuergesetz jetzt für Eigentümer und Eigentümerinnen.

Hinweis: Wer Grundbesitz hat, muss sich mit der neuen Grundsteuer befassen. Wer lediglich Mieter von Immobilien ist, der muss sich nicht weiter mit der neuen Berechnung herumärgern.

Fragen zur neuen Reform kann man trotzdem genug finden. Deswegen werden wir auf die neue Grundsteuerreform, die 2025 in Kraft tritt, eingehen.

Bundesländer greifen auf unterschiedliche Berechnungsgrundlagen zurück

Es gibt zur Berechnung der Grundsteuer verschiedenen Berechnungsgrundlagen. Das heißt, das Finanzamt in Rheinland Pfalz berechnet seinen Grundsteuern nicht wie das Finanzamt im Saarland. Grundstückseigentümer in Rheinland Pfalz dürfen sich mit dem Bundesmodell vertraut machen. Andere Bundesländer nutzen die Öffnungsklausel und greifen auf ein Flächenmodell zurück. Das Modell, welches Rheinland Pfalz nutzt, berechnet die neue Grundsteuer nach einem dreistufigen Verfahren.

Wie wird die Grundsteuer in Rheinland Pfalz berechnet?

Unser Artikel gibt Ihnen den Aufschluss darüber, wie die Grundsteuer in Rheinland Pfalz demnächst berechnet wird. Wichtig ist zu wissen, dass die Steuerverwaltungen anhand des Bewertungsgesetzes den Grundsteuerwert berechnen. Bei bebauten Grundstücken wendet das Finanzamt jedoch das Ertragswertverfahren an. Das gilt aber nur für Wohngrundstücke. Wer ein Industriegrundstück besitzt, erhält den Grundsteuerwert nach dem Sachwertverfahren berechnet. Die Finanzämter geben nach der Berechnung dann den Grundsteuerwert-Bescheid heraus.

Grundsteuermessbetrag neu berechnen

Anhand des Grundsteuerwerts wird der Grundsteuermessbetrag ermittelt. Dazu benötigen die Finanzämter die Steuermesszahl. Die Steuermesszahl ist bei der neuen Grundsteuer in Rheinland Pfalz abhängig vom Steuergegenstand. Eigentümer eines Grundstücks bekommen dann den Grundsteuermessbescheid übermittelt.

Die Städte und Gemeinden ermitteln dann den Hebesatz für die Region. Der Hebesatz kann für Frankfurt am Main ein anderer sein als für die nächste Stadt. Laut dem Bundesverfassungsgericht wird die neue Steuer dann im Jahr 2025 fällig. Bis Ende des Jahres 2023 werden die Finanzämter wohl benötigen, die neue Steuer zu berechnen. Profitieren von der Grundsteuer werden Städte und Gemeinden.

Was sagt die Grundsteuer A, B und auch C aus?

Wer als Besitzer von Grundstücken bereits mit der neuen Steuerreform in Verbindung kam, der wird vermutlich auch etwas von der Grundsteuer B gehört haben. Was genau ist jedoch die Grundsteuer B, A und C.

Es handelt sich hierbei um verschiedene Arten von Grundstückssteuern. Wer beispielsweise Grundbesitz hat und diesen privat bebaut hat, der gehört in die Grundsteuer B. In den Gemeinden, in denen es Land- und Forstwirtschaft gibt, kommt die Grundsteuer A hinzu. Die Grundsteuer A ist für land- und forstwirtschaftliche Betriebe gedacht. Wer also einen land- und forstwirtschaftlichen Betrieb besitzt, wird für diesen nach der entsprechenden Grundsteuer eingeteilt. Besitzt man zusätzlich private Grundstücke, wird die Teilung in die Berechnung nach Formel A und B vorgenommen.

Wer einen Land- und Forstwirtschaftlichen Betrieb, hat, wird sich vielleicht fragen, warum er anders eingestuft wird: Weil es sich hierbei um einen wirtschaftlichen Grundbesitz handelt, der laut dem Land in der Berechnung mit einem Wirtschaftswert verbunden ist. Für land- und forstwirtschaftliche Belange wird anhand des Wirtschaftswerts die Ertragsfähigkeit berechnet. Deswegen kann ein Betrieb nicht wie eine Privatperson in der Grundsteuer gehandelt werden.

Was genau sagt aber nun die Grundsteuer C aus

Was genau sagt aber nun die Grundsteuer C aus? Diese gab es in sehr vielen Ländern bis zur Reform nicht. Die Grundsteuer C bezieht sich auf baureife Grundstücke. Das heißt Grundstücke, die unbebaut sind, aber bebaut werden könnten. Dabei sehen die Gemeinden vorwiegend vor, dass auf diesen Grundstücken Wohneigentum entsteht. Die Gemeinde kann für diese Form der Grundstücke einen erhöhten Hebesatz berechnen. Angestrebt wird die Bebauung mit Immobilien.

Hinweis: Was sieht das Gesetz bei Mietern vor? Wer Mieter einer Immobilie ist muss sich nicht weiter mit der Steuer befassen. Gebäude, die gemietet wurden, sind durch den Vermieter zu melden. Das heißt, der Vermieter muss sich mit dem Thema Grundsteuer nicht befassen.

Der Grund für die neue Grundsteuer

Der Grund für die neue Grundsteuer ist eine Grundsteuerreform, die bereits einige Jahre zurückliegt. Das Bundesverfassungsgericht stellte fest, dass die alte Grundsteuerregelung veraltet und verfassungswidrig sei. Daraufhin musste eine neue Reform erstellt werden. Bund und Länder beschlossen daraufhin das Bundesmodell als Grundlage für das Berechnungsverfahren. Dieses Verfahren wird allerdings nicht von allen Bundesländern durchgeführt, sodass ein Flickenteppich in Deutschland entsteht. Fragen entstanden reichlich, vorwiegend, was die neue Grundsteuer betraf.

Wichtig für Eigentümer von Grundbesitz ist, dass die neue Grundstückssteuer zum Stichtag 01.01.2025 fällig sein wird. Der Grundsteuerhebesatz wird von der Gemeinde berechnet, was wiederum zu Unterschieden innerhalb des Bundeslandes Rheinland Pfalz kommen kann. Gezahlt werden muss die neue Grundsteuer für Gebäude, Grundstücke und Eigentumswohnungen. Also überall da, wo ein Grundvermögen vorhanden ist.

Was muss ein Eigentümer von Grundbesitz an das Finanzamt übermitteln

Als Eigentümer muss man einige Daten an das Finanzamt übermitteln, damit der Grundsteuerwert errechnet werden kann. Eigentümern wird ermöglicht, diese Daten online zu überreichen. Wichtig für die Berechnung ist die Grundstücklage, die Grundstücksgröße, die Wohnfläche, die Nutzung oder die Art des Gebäudes. Wer also ein Haus besitzt, muss diese Werte mit der Feststellungserklärung überreichen. Das sollte bis zum 31.10.2022 erfolgen.

Bewertung der Grundsteuer

Die Bewertung der Grundsteuer erfolgt dann auf Basis dieser Daten. Mehr zur Übermittlung bekommen Eigentümer jedoch in einem gesonderten Schreiben beschrieben. Betriebe dürfen diese Informationen mit der Steuererklärung überreichen.

Wer jetzt schon gerne wissen möchte, wie die Grundsteuer für das Grundstück ausfällt, kann unseren Rechner verwenden. Dieser gibt Aufschluss über die aktuelle Lage. So kann man sich als Eigentümer eines Grundstücks oder eines Gebäudes bereits vorab über die neue Grundsteuer informieren.

Grundsteuer einfach vollkommen digital

Wer schon bald seine Grundsteuererklärung abgeben muss, der wird sich mit der Datenbank der Steuerverwaltung befassen dürfen. Alle Bundesländer wollen die Übermittlung von Eigentümern nur auf dem digitalen Weg. Das heißt, man muss seine Daten digital in eine Datenbank eigetragen. Wir von Grundsteuereinfach.de helfen bei der Erstellung der Grundsteuererklärung.

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