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Grundsteuer Niedersachsen

geschrieben von Hermann del Campo,

Letzte Aktualisierung 2 months ago

Grundsteuer Niedersachsen – Holzmarkt Hannover

Grundsteuer Niedersachsen – Das sollten Hausbesitzer jetzt wissen

Die Grundsteuerreform des Bundesverfassungsgericht beschäftigt Besitzer eines Grundstücks oder Hausbesitzer schon eine ganze Weile. Es ist mittlerweile kein Geheimnis mehr, dass die Grundsteuer angepasst wird. Grund dafür war ein Verstoß gegen das Grundsteuergesetz. Verfassungswidrig war die alte Grundstückssteuer laut dem Bundesverfassungsgericht. Die Reform dazu wird nun im Jahr 2025 in Kraft treten. Doch handeln müssen Steuerpflichtige bereits in diesem Jahr, was zur Folge hat, dass es eine neue Berechnung zur Immobilie oder dem Grundstück geben wird. Erfahre was du wissen musst um die Grundsteuer für dein Eigentum in Niedersachsen zu berechnen.

Laut den Informationen des Bürger-Service ist es bereits jetzt offensichtlich, dass das Bundesland Niedersachsen nicht nach dem Bundesmodell die neue Steuer berechnen wird. Welches Modell für das Bundesland gelten wird, das erfahren Besitzer von Immobilien und Grundstücken hier.

Grundsteuerreform: Eigentümer müssen 2022 Erklärung für die Berechnung einreichen

Es liegt jetzt vorwiegend an den Eigentümern, zu handeln. Wichtig ist, dass man als Immobilienbesitzer zwischen dem 1. Juli und dem 31. Oktober 2022 eine Grundsteuererklärung beim Finanzamt einreicht, um das Verfahren anzustoßen. Finanzminister Reinhold Hilbers (CDU) teilte dies bereits vor einiger Zeit bei einer Pressemitteilung mit.

Wie viele Steuern man als Hausbesitzer oder Grundstückseigentümer demnächst zahlen muss, das hängt von drei wichtigen Faktoren ab.

  • Grundstückslage
  • Größe des Grundstücks (Flächengrößen)
  • Wohnfläche in Quadratmetern

Der Finanzminister erklärt die neue Reform zur Grundsteuer als einfach, klar und vor allem transparent. Trotzdem löst die neue Grundstückssteuer bei den Besitzern in Niedersachsen Fragen aus, die vor allem mit den Angaben wie oben erwähnt zusammenhängen.

Gemeinden und Kommunen profitieren von der neuen Grundsteuer in Niedersachsen

Gemeinden profitieren von der Grundsteuer am meisten bei der Umsetzung der neuen Reform. Sie sollen laut Schätzungen bis zu 1,43 Milliarden Euro verdienen. Für die Gemeinden sind die Grundsteuern in Niedersachsen die wichtigste Einnahmequelle. Allein im Jahr 2020 haben die Kommunen durch die Grundsteuer eine Einnahme von 1,43 Milliarden Euro verzeichnen können. Berichtet wird davon, dass die meisten Grundstückseigentümer keine höheren Kosten befürchten müssen.

Ob das wirklich so ist und ob die Grundsteuer in Niedersachsen nahezu gleichbleibend ist, das wird man sehen.

Grundsteuerreform Gesetz in Niedersachsen: Bundesland arbeitet nicht mit dem Bundesmodell

Ab 2025 soll die neue Grundsteuerreform in Niedersachsen und in anderen Teilen von Deutschland greifen. Die meisten Bundesländer setzen bei der Grundsteuer auf das Bundesmodell. Jedoch nicht alle.  Wichtig ist, dass viele Hausbesitzer und auch Immobilienbesitzer ab Mai 2022 ein Schreiben vom Finanzamt als Information zu der neuen Bemessungsgrundlage erhalten.

Die damit verbundene Steuererklärung für die Grundsteuer kann laut Finanzminister Reinhold Hilbers (CDU) mittels dem Portal Elster eingereicht werden.  Wegen des hohen Aufwandes haben die Finanzämter jedoch Zeit, bis Ende 2023 den neuen Grundsteuermessbetrag festzusetzen.  Die Festsetzung der neuen Grundsteuer für Niedersachsen erfolgt dann Ende 2024 und muss im Januar 2025 gezahlt werden.

Zu beachten gilt es allerdings, dass Niedersachsen nicht nach dem Bundesmodell berechnet, sondern nach dem Flächen-Lage-Modell. Die neue Steuer wird also nach dem Lage-Faktor berechnet. Der Lage-Faktor bezieht unter anderem die oben aufgeführten Faktoren ein.

Neuregelung nach dem Flächen-Lage-Modell in Niedersachsen

Die Besteuerung erfolgt nach dem Flächen-Lage-Modell, was bei der Besprechung zum Gesetzgebungsverfahren, Stand 07.07.2021, beschlossen wurde. In dieser Besprechung ging der niedersächsische Landtag noch einmal auf die neue Berechnung der Grundsteuer in Niedersachsen ein.

Was bedeutet Flächen-Lage-Faktor?

Spricht man vom Flächen-Lage-Modell in Niedersachsen, dann werden zur Berechnung der Grundsteuer folgende Daten herangezogen:

  • Grundstücksfläche
  • Gebäudefläche
  • Verwendung der Immobilie/ Nutzung der Wohnfläche
  • Bodenrichtwert des Grundstücks
  • Durchschnittlicher Bodenrichtwert der Gemeinden

Bei der Bewertung zur neuen Grundsteuer spielen in Niedersachsen der Zustand und das Alter des Gebäudes keine Rolle.

Wie berechnet man die neue Grundsteuer anhand der Angaben des Finanzamtes?

Als Berechnungsgrößen sieht das niedersächsische Grundsteuergesetz feste Berechnungsgrößen, sogenannte Äquivalentzahlen, vor. Diese betragen:

  • Für das Grundstück 0,04 Euro/qm
  • Für das Gebäude 0,50 Euro/qm

Berechnet wird der Lage Faktor anhand des Bodenrichtwerts des Grundstücks geteilt durch den durchschnittlichen Bodenrichtwert der Gemeinde. Diese Kennzahl wird hoch 0,3 genommen.

(Bodenrichtwert des Grundstücks / durchschnittlicher Bodenwert der Gemeinde)0,3

Um den Äquivalenzbetrag des Grundstücks zu berechnen, wird die Fläche des Grundstücks mal der Äquivalentzahl mal des Lage Faktor genommen. Die gleiche Berechnung erfolgt bei dem Äquivalenzbetrag zum Gebäude. Danach wird der Grundsteuermessbetrag errechnet. Dieser setzt sich mit Berechnungsformel zusammen:

Äquivalenzbetrag des Grundstücks × Grundsteuermesszahl + Äquivalenzbetrag des Gebäudes × Grundsteuermesszahl

Zum Schluss wird der Grundsteuermessbetrag mal dem Hebesatz der Kommunen genommen und das ergibt die Grundsteuer im Land Niedersachsen. Die Grundsteuer Hebesätze sind in vielen Gemeinden unterschiedlich, weshalb man bei der Neuberechnung darauf achten sollte, den passenden Hebesatz zu verwenden.

Flächen-Lage-Modell vs. Bundesmodell

Das Land Niedersachsen hat sich gegen das Bundesmodell entschlossen, das geht aus einer Erklärung hervor. Doch welche Abweichungen gibt es nun bei beiden Modellen, wenn es um die Grundsteuer geht`? Das Verfahren zur Neubewertung der Steuer nach Bundesmodell arbeitet mit dem Verkehrswert der Grundstücke.

Dieser Wert muss erst umständlich für jedes Grundstück ermittelt werden. Der Wert der Gebäude spielt bei der Berechnung der Grundsteuer für Grundstücke nach dem Flächen-Modell weniger eine Rolle. Über den Lage-Faktor fließt zwar der Bodenwert ein, jedoch wirkt sich dieser nur gering auf die Höhe der Grundsteuer aus.

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