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Grundsteuer Brandenburg

geschrieben von Hermann del Campo,

Letzte Aktualisierung 2 months ago

Grundsteuer Brandenburg – Potsdam Innenstadt

Grundsteuer Brandenburg – Was erwartet Grundstückseigentümer ab 2025

Die Grundsteuerreform in Brandenburg hält viele Menschen in Atem. Was wird ab 2025 auf Eigentümer und Eigentümerinnen zukommen? Das Bundesland Brandenburg hat sich dazu entschlossen, das Bundesmodell zur Berechnung der Grundsteuer anzustreben. Damit ist klar, dass Brandenburg kein eigenes Modell nutzen wird.

Das Grundsteuer-Reformgesetz wurde eingeführt, da die alte Grundsteuer in Deutschland als rechtswidrig vom Bundesverfassungsgericht angesehen wurde. Somit werden nun alle Grundsteuern im Land neu berechnet.

Wer Grundbesitzer ist, wird sich jetzt fragen, welche Hürde auf ihn zukommt, wenn er mit der neuen Grundsteuer in Brandenburg rechnen muss. Wir beantworten diese Frage.

Grundsteuerreform sichert den Kommunen Einnahmen

Ministerin Lange hat sich zum Bundesmodell, welches auch in anderen Bundesländern verwendet wird, geäußert. Laut ihrer Aussage hat das Bundesmodell im Gegensatz zum Flächenmodell einige Vorteile zu bieten. Es behebt hauptsächlich die Verzerrung, die vom Bundesverfassungsgericht bemängelt wurde. Damit bekommt die zuständige Kommune eine wichtige Einnahmequelle. Außerdem ist das Bundesmodell laut der Ministerin sozial gerechter.

Die Grundsteuer-Reform soll also Gerechtigkeit bieten. Um diese zu erhalten, müssen die veralteten Grundsteuern behoben werden. Zur Neuberechnung der Objektsteuer (Grundsteuer) wird in Brandenburg an der Havel das Bundesmodell verwendet.

Die daraus entstehenden Steuereinnahmen werden den Gemeinden und Kommunen zugesprochen.

Grundsteuer A, B und C sind nun aktuell

Die Grundlage der Grundsteuer Reform sind die drei Grundstückssteuern.

  • Grundsteuer A: Die Grundsteuer A bezieht sich auf Land- und Forstwirtschaft.
  • Grundsteuer B: Die Grundsteuer B bezieht sich auf bebaute und unbebaute Grundstücke. Dazu gehören auch Immobilienarten wie das Einfamilienhaus oder das Mehrfamilienhaus.
  • Grundsteuer C: Ab 2025 wird die Grundsteuerberechnung eine neue Art der Grundsteuer vorsehen. Dabei angedacht ist die Grundsteuer C, welche vorwiegend unbebaute Grundstücke mit einbezieht. Laut dem Grundsteuermodell sollen die Gemeinden und Kommunen die Möglichkeit bekommen, unbebaute Grundstücke höher zu besteuern. Ist man Besitzer eines solchen Grundstücks ist es das Ziel der Gemeinde diese Besitzer zu einer Bebauung anzuregen.

Die Grundsteuer B ist jedoch bis heute die am meisten verwendete Steuer in Brandenburg.

Welche Informationen bekommen die Finanzämter von den Eigentümern

Da eine Neubewertung auch immer die Datenerfassung einbezieht, müssen sehr viele Eigentümer jetzt handeln. Ab dem Jahr 2022 werden Feststellungserklärungen erforderlich sein. Die Angaben, die man als Hauseigentümer oder Eigentümer eines Grundstücks angeben muss, werden dann verwendet, um die Neuberechnung der Grundsteuer nach der neuen Grundsteuerreform vorzunehmen. Welche Daten müssen Grundstückseigentümer und Hauseigentümer herausgeben:

Grundstücksfläche/Gebäudefläche

  • Baujahr
  • Art des Gebäudes (Immobilienart)
  • Lage des Grundstücks
  • Bodenrichtwert

Nach der Neubewertung der Grundstücke und Häuser in Brandenburg erfolgt der Feststellungsbescheid, der dann wiederum für die Grundsteuer benötigt wird. Der Bodenrichtwert wird den Bürgern und Bürgerinnen in Brandenburg über ein Portal zur Verfügung gestellt. Diese Information steht ab Juli 2022 zur Verfügung.

Reform der Grundsteuer: Wie berechnet sich das Bundesmodell für Brandenburg?

Die Bundesländer konnten eigenständig entscheiden, ob sie das Bundesmodell nutzen oder von der Öffnungsklausel gebrauch machen. Einige Bundesländer haben sich gegen das Bundesmodell entschieden. Brandenburg jedoch nicht. Das Land Brandenburg berechnet die Grundsteuer also nach folgender Formel:

Grundsteuerwert x Grundsteuermesszahl x Hebesatz = Grundsteuer

Der Hebesatz wird durch die Gemeinde berechnet und herausgegeben. Das heißt also, dass die Bundesländer unterschiedliche Hebesätze haben. Das hier beschriebene Modell richtet sich nach dem Grundsteuerwert.

Wo findet man den Grundsteuerwert?

Der Grundsteuerwert ist ein Teil der Grundsteuerreform und wird zur Berechnung der Grundsteuer benötigt. Doch wo findet man den Grundsteuerwert? Diesen kann man aus dem Grundsteuerwertbescheid der Finanzämter entnehmen. Dieser Wert ist unter anderem für die Grundsteuer B wichtig.

Müssen auch Mieter die Grundsteuer bezahlen?

Das Grundsteuer Reformgesetz sieht vor, dass Hausbesitzer oder Besitzer eines Grundstücks die Grundsteuern ab 2025 nach der Neuberechnung bezahlen müssen. Die Grundsteuer in Brandenburg wird einmal im Jahr berechnet und bezahlt. Wer mehrere Grundstücke hat, muss diese Steuer für alle Grundstücke entrichten. Als Basis gilt die Bewertung nach Grundstücksart (Grundsteuer A, Grundsteuer B oder C).

Die Grundsteuer B ist jedoch auch für Mieter interessant. Der Grundbesitzer der Immobilie kann die Grundsteuer an die Mieter weiterreichen. Es wäre also denkbar, dass nach der Feststellung 2025 die Mieter mehr Grundsteuern auf der Abrechnung stehen haben. Mieten schützt also nicht grundlegend vor der Steuer.

Grundsteuer für Brandenburg berechnen

Die Berechnung der Grundsteuer lässt sehr viele Hausbesitzer und Grundstückseigentümer schwitzen. Natürlich möchte man gerne wissen, was auf einen zukommt. Das Bundesmodell sieht den Grundsteuerwert als Basis zur Neubewertung. Doch was heißt das jetzt für die Besitzer in Brandenburg. Die endgültige Grundsteuer lässt sich erst im Jahr 2025 berechnen, da erst dann die Hebesätze der Gemeinden vorliegen. Bis dahin kann nur der Grundsteuerwert berechnet werden.

Fazit zur Reform der Grundsteuer in Berlin Brandenburg

Wer in Brandenburg lebt, der darf sich wie viele andere mit den Neuerungen durch das Bundesfinanzministerium befassen. Je nach Gemeinde kann es bei der Neubewertung der Grundstücke und Immobilien in Brandenburg zu verschiedenen Steuersätzen kommen. Das heißt ein Grundstücksbesitzer in der Gemeinde A kann mehr Steuern zahlen, als ein Besitzer der Gemeinde B, obwohl die Häuser gleichwertig sind. Grund für diese Unterschiede sind die Hebesätze, die jede Gemeinde selbst festlegen kann.

Brandenburg an der Havel sieht vor, nach dem Bundesmodell die Steuern zu berechnen. Dazu muss laut dem Grundsteuergesetz der Grundsteuerwert als Grundlage dienen. Diesen kann man als Bürger aus den Informationen der baldig eintreffenden Schreiben nehmen.

Bestand hat bis heute die Einteilung in Grundsteuer A, B und ab 2025 auch C. Letztere gilt für unbebaute Grundstücke.

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