grundsteuereinfach.de

Alles was du zur oder über die Grundsteuer wissen musst

Grundsteuer Bayern

geschrieben von Hermann del Campo,

Letzte Aktualisierung 2 months ago

Grundsteuer Bayern – Gärtnerplatz München

Grundsteuer Bayern – Was Grundstücksbesitzer ab 2025 wissen müssen

Die Grundsteuerreform hat Bayern fest im Griff. Schon ab 2025 werden neue Grundsteuern im Freistaat festgesetzt. Bayern hat durch seine Grundsteuerreform die Öffnungsklausel mit in Anspruch genommen. Welche Grundsteuer in Bayern dann bald gilt, das wird dieser Beitrag aufzeigen.

Grundsteuererklärung muss ab Juli 2022 ausgefüllt werden

Damit die neue Grundsteuer für Bayern berechnet werden können, müssen Grundbesitzer aktiv werden und die Grundsteuererklärung ausfüllen. Dafür sehen die Finanzverwaltungen des Bundeslandes den Zeitraum ab Juli bis Oktober 2022 vor. Das heißt, jeder, der ein Grundstück besitzt, muss online die Steuererklärung einreichen. Diese ergeht an das Landesamt für Steuern. Das Landesamt für Steuern wird dann die neuen Grundsteuern berechnen.

Dieser Aspekt versetzt sehr viele Grundbesitzer in Angst und Panik, denn es wird eine ganze Menge verlangt.

Bayern hat neue Berechnungsgrundlage für die Grundsteuer

Laut dem Bayerischen Grundsteuergesetz wird der Freistaat das Flächenmodell zur Berechnung ansetzen. Das heißt, die Grundsteuer in Bayern wird nicht nach dem Bundesmodell berechnet. Argumentiert wurde die Entscheidung durch die Steuerverwaltung vor allem damit, dass man ein unkompliziertes Modell gewählt hat, welches die Bürger und Bürgerinnen nachvollziehen können.

Wer jetzt also Eigentümer ist, muss sich mit dem Flächenmodell befassen. Doch was sagt dieses Modell aus und wie wird die Berechnung der Grundsteuer nach diesem Modell vorgenommen?

Worin unterscheidet sich das Flächenmodell von dem Bundesmodell nach dem Grundsteuerwert? Das Flächenmodell wird vor allem nach drei Stufen berechnet, wobei sich die Steuermesszahl und der Grundsteuerwert vom Bundesmodell abheben.

Einteilung der Grundsteuer nach A, B und C

Die Grundsteuer für Bayern wird wie in vielen anderen Bundesländern nach der Grundsteuer A, der Grundsteuer B und der Grundsteuer C geregelt. Die Grundsteuer B betrifft unbebaute und bebaute Grundstücke, die unter anderem auch gewerblich genutzt werden können. Die Grundsteuer A wiederum gilt nur für Land- und Forstwirtschaft. Betriebe der Land- und Forstwirtschaft werden also in diesen Bereich der Grundsteuer A ausgegliedert. Alle anderen Unternehmen nutzen die Grundsteuer B.

Die Grundsteuer C ist durch die Reform entstanden und soll unbebaute Grundstücke berücksichtigen. Mit dieser Änderung haben Städte und Gemeinden die Möglichkeit, die unbebauten Grundstücke höher zu besteuern. Damit soll erzielt werden, dass mehr Wohngebäude entstehen.

Welche Informationen und Daten muss ein Grundbesitzer an das Finanzamt weiterreichen

Damit die Grundsteuer für Bayern berechnet werden kann, muss das Finanzamt einige Daten erhalten. Diese werden mit der Feststellungserklärung abgegeben. Das Grundsteuergesetz sieht vor, dass alle Angaben durch das Online-Finanzamt oder das Portal Elster weitergegeben werden. Nur in begründeten Fällen ist es möglich, seine Daten zum Grundbesitz per Papier einzureichen.

Diese Dinge muss man wissen:

  • Gemarkung
  • Flur- und Flurstück-Nummer
  • Grundbuchblatt
  • Lage
  • Eigentümer
  • Aktenzeichen
  • Grundstücksfläche
  • Wohnfläche bei Wohngebäuden
  • Nutzfläche bei gewerblich genutzten Gebäuden
  • Art des Grundstücks
  • Nutzungsart (Wohnen oder Nicht-Wohnen)

Berechnung der Grundsteuer für Eigentümer von Grundstücken und Immobilien in Bayern

Die Änderung der Steuer hat auch in der Berechnungsgrundlage einige Veränderungen herbeigeführt. Die Grundlage zur Neuberechnung der Grundsteuer sind die Flächen des Grundstücks und der Gebäude. Anhand dieser werden die Steuern dann nach dieser Formel berechnet:

Fläche Grundstück × Äquivalenzzahl = Äquivalenzbetrag des Grundstücks

Fläche des Gebäudes × Äquivalenzzahl = Äquivalenzbetrag des Gebäudes

Äquivalenzbetrag des Grundstücks × Grundsteuermesszahl + Äquivalenzbetrag des Gebäudes × Grundsteuermesszahl = Grundsteuermessbetrag

Grundsteuermessbetrag × Hebesatz = Grundsteuer Bayern

Der Hebesatz wird durch die Gemeinden in Bayern bestimmt. Das heißt also, die Grundsteuer in Rosenheim kann eine vollkommen andere als in München sein, da beide Regionen unterschiedliche Hebesätze haben.

Die Berechnung der Grundsteuer erfolgt bis zum Stichtag des 01.01.2025. Die Informationen müssen jedoch schon im Oktober 2022 spätestens bei den Finanzbehörden sein.

Regelungen für Mieter gibt es nicht. Diese können vom Grundstücksbesitzer die Kosten für die Grundsteuer übertragen bekommen. Für die Zahlung der Grundsteuer ist aber der Grundstücksbesitzer verantwortlich. Er hat allerdings das Recht, die Grundsteuern weiterzugeben. Der Grundsteuerbescheid wird mehr Aufschluss über die Höhe der Steuern geben.

Neuregelung Grundsteuer für Bayern

Hinweis: Das Bundesverfassungsgericht hat die alte Steuer als verfassungswidrig beschrieben. Deswegen wurden neue Grundsteuern eingeführt. Diese werden von dem Institut Finanzen und für Heimat nun neu berechnet.

 

Hat der Artikel deine Fragen beantwortet?

Shopping Basket