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Bruttogrundfläche

geschrieben von Hermann del Campo,

Letzte Aktualisierung 2 months ago

Bruttogrundfläche

Beim Bauen oder der Ermittlung des Immobilienwertes spielt die Bruttogrundfläche eine große Rolle. Oftmals wird die Brutto Grundfläche BGF abgekürzt. Wie Sie die Bruttogrundfläche ermitteln, warum sie von anderen Flächen zu unterscheiden ist und welche Flächen sie umfasst, wird nun erklärt.

Daneben gibt es noch die Nettoraumfläche, Nutzfläche, Technikfläche, Verkehrsfläche VF und Konstruktions Grundfläche.

Was versteht man unter Brutto Grundfläche?

Die Bruttogrundfläche wird nach DIN 277 berechnet und legt alle Grundflächen sowie Rauminhalte eines Gebäudes fest. Die Nettoraumfläche (NRF) gehört zur Bruttogrundfläche ebenso wie die Konstruktionsfläche (KGF) der Grundrissebenen des Gebäudes.

Wird ein Haus gebaut, so braucht es die Bruttogrundfläche um die Kosten des Baus zu berechnen. Jedoch ist sie auch wichtig, wenn der Wert einer bestehenden Immobilie zu berechnen ist.

Wie berechnet man die Bruttogrundfläche?

Möchten Sie die Bruttogrundfläche berechnen müssen Sie wissen, dass alle Ebenen des Gebäudes die Bruttogrundfläche ergeben. In Anlehnung an DIN 277 werden aber nur bebaute Flächen in die Ermittlung einbezogen. Man unterscheidet hier zwischen den Bereichen a, b, und c. Bereich a ist überdacht und von allen Seiten bis zur vollen Höhe umschlossen. Bereich b ist überdacht, aber nicht von allen Seiten in voller Höhe umschlossen. Bereich c ist nicht überdacht.

Somit kann man sagen Bereich a ist ein Zimmer, Bereich b ist das überdachte Stück Balkon vor dem Zimmer und Bereich c ist der Rest des Balkons, der nicht mehr überdacht ist.

Bei der Berechnung der Bruttogrundfläche werden jedoch nur Bereich a und Bereich b benötigt, also die umschlossenen Bereiche.

Beispiel für die Berechnung der Bruttogrundfläche

Bei einem Einfamilienhaus berechnen Sie also die Bodenflächen der ganzen Räume und machen dies auch in allen anderen Etagen. Zählen Sie nun die Quadratmeterzahl jedes Stockwerks zusammen, damit Sie die Bruttogeschossfläche erhalten. Nun zählen Sie alle Bruttogeschossflächen zusammen und erhalten Sie die Bruttogrundfläche des Hauses. Die Berechnung der Brutto Grundfläche ist somit im Grunde ganz simpel.

Was gehört nicht zur BGF?

Bei der Berechnung der Bruttogrundfläche dürfen Sie jedoch nicht alle Räume der jeweiligen Etage einbeziehen. Es gibt Räume, die nicht dazugehören.

So zum Beispiel das Dach oder Spitzböden, Kriechkeller unter 1,25 Meter Höhe und Mansarden. Auch Bereiche, in denen Wartungen, Reparaturen oder Inspektionen gemacht werden, entfallen. Dies sind meist die Räume der technischen Anlagen. Ebenso dürfen Sie bauliche Hohlräume wie abgehängte Decken nicht in die Berechnung einbeziehen.

Räume mit eingeschränkter Nutzung dürfen Sie aber einbeziehen, wie zum Beispiel die Garage oder Abstellräume.

Was ist die BGF R?

Auch diesen Begriff haben Sie vielleicht schon gehört. Hierbei handelt es sich um den Regelfall der Raumumschließung. Dieser Regelfall gilt für alle Grundflächen der Netto-Raumfläche. Das bedeutet Räume, die mit Boden, Wänden und Decken umschlossen sind. Also alle Innenräume, aber auch die Garage.

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