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Feststellungserklärung Grundsteuer – Das muss man unbedingt wissen

Wer Eigentümer eines Grundstücks ist, der wird sich in Zukunft nicht nur mit einer einfachen Steuererklärung herumärgern dürfen, sondern auch mit der Grundstückssteuer. Grundstückseigentümer sind, egal ob das Grundstück bebaut oder ob es sich um ein unbebautes Stück handelt, dazu verpflichtet beim Finanzamt die Grundstückssteuer zu entrichten. Hierzu darf man sich mit der Abgabe der Erklärung befassen. Was genau eine Feststellungserklärung ist und wie die Abgabe verläuft, dass erklärt dieser Beitrag ausführlich.

Die Grundsteuer Reform: Was man als Grundstücksbesitzer wissen muss

Die Grundstückssteuer wird sich verändern. Zumindest die Errechnung der Grundsteuer wird eine Wandlung durchleben. Die Höhe der Grundsteuer ist von Bundesland zu Bundesland verschieden. Die Hebesätze, die in jedem Bundesland zur Erhebung der Grundsteuer herangezogen werden, liegen bei 300-995 %.

Mit diesem Aspekt verstößt die aktuelle Grundstückssteuer gegen das Gleichheitsprinzip, weshalb es zu einer Grundsteuerreform kam. Das Bundesverfassungsgericht hat deswegen eine Reform der Grundsteuer im Jahr 2018 bestimmt. Der Grund für diesen Schritt des Ministeriums war die Verfassungswidrigkeit der damals bestehenden Grundsteuer.

Seit diesem Jahr steht fest, dass die Grundstückssteuer nun nach einer neuen Berechnungsgrundlage erhoben wird. Somit steh auch für alle Grundstückseigentümer und Eigentümerinnen fest, dass eine Feststellungserklärung erforderlich ist. Was genau bedeutet das? Das heißt für alle Eigentümer eines Grundstücks, dass eine zusätzliche Erklärung beim Finanzamt eingereicht werden muss.

Wie berechnet sich die Grundsteuer?

Wie berechnet sich die Grundsteuer für ein Eigenheim oder ein Grundstück seit dem Jahr 2022? In die Ermittlung fließen Kennwerte wie der Grundsteuerwert, der Einheitswert und weitere Feststellungsberechnungen ein. Die Grundstückssteuer berechnet sich wie folgt:

Als Erstes werden die Einheitswerte mit der Steuermesszahl multipliziert. Die Einheitswerte beschreiben die Höhe der Immobilienwertigkeit. Die Steuermesszahl ist ein Wert, der laut dem Finanzamt errechnet wird. Es gibt für Einfamilienhäuser, Mehrfamilienhäuser und reine Grundstücke festgelegte Messzahlen.

Bei der Multiplikation des Einheitswerts mit der Steuermesszahl entsteht der Grundsteuermessbetrag. Dieser wird dann mit dem Hebesatz der Gemeinde multipliziert. Daraus ergibt sich die Grundsteuer. Auch nach der Grundsteuerreform werden die Grundstückssteuern nach diesem System berechnet.

Was bedeutet die Grundsteuerreform für Besitzer von Wohngrundstücken

Das Bundesfinanzministerium ist die Anlaufstelle für die Grundsteuer. Doch was bedeutet die Änderung, welche der Bundesrat nun angestoßen hat. Es lässt sich vermuten, dass sich folgende Veränderungen eventuell für Grundbesitzer ergeben.

  1. Besitzer von klassischen Einfamilienhäusern dürfen vermutlich mit steigenden Beiträgen rechnen. Laut dem Bundesmodell, welches die Bundesländer anwenden, kann es für viele Hausbesitzer deutlich teurer werden.
  2. Für Mehrfamilienhäuser würden sich die Steuer aktuell in der Entwicklung positiv auswirken.
  3. Im Verhältnis wäre jedoch ein unbebautes Grundstück teurer als bei der alten Grundsteuerberechnung.

Hinweis: Die Reform und damit die Festsetzung der Grundsteuer kann sich je nach Bundesland unterscheiden. Die Bundesländer Bayern, Hamburg, Hessen streben ein anderes Berechnungsverfahren und damit Bundesmodell oder Ländermodell an. Du kannst allerdings schon heute deine Grundsteuer mit unserem smarten Steuerrechner umsetzen.

Was ist eine Feststellungserklärung für die Grundsteuer?

Die Feststellungserklärung für die Grundsteuer ist im Grunde eine neue Steuererklärung für den Besitzer von Immobilien. Dabei spielt der Einheitswert eine wichtige Rolle, der durch diese Feststellung ermittelt wird. Der Stichtag für die Feststellung ist der 1. Januar des darauffolgenden Jahres. Die Einheitswerte werden durch die Feststellungsberichte des Finanzamtes ermittelt. Im Rahmen der Hauptfeststellung werden der Wert und die Art der Zurechnung des Grundstücks festgelegt. Dazu dient der § 20 BewG.

Wer muss eine Feststellungserklärung abgeben?

Die Abgabe der Feststellungserklärung ist jedem Grundbesitzer zugesprochen. Das heißt, jeder, der ein Grundstück besitzt, muss Grundsteuer zahlen und damit auch die Feststellungserklärung einreichen. Somit muss jeder Grundstücksbesitzer eine weitere Steuererklärung beim Finanzamt einreichen. Wie hoch der Mehraufwand für einen Eigentumsbesitzer sein wird, das ist aktuell noch nicht bekannt. Das heißt im Umkehrschluss allerdings auch, dass die Ministerien mehr zu tun haben. Die Grundsteuer ist eine Abgabe, die jedes Jahr zu entrichten ist.

Damit muss eine Feststellungserklärung auch jedes Jahr neu eingereicht werden. Die Grundsteuer ist also eine einheitliche und laufende Forderung, die den Kommunen eine Einnahme beschwert.

Hinweis: Für Vermieter kann man eine gesonderte Regelung erfassen. Diese besagt, dass sie die Grundsteuer in Teilen auf die Mieter umlegen können. Aber auch hier muss eine Feststellungserklärung erfolgen. Informationen dazu kann das Finanzamt oder unsere Steuerberater geben.

Eine Aufforderung zur Abgabe wird durch das Finanzamt gestellt, wenn der Stichtag zur Abgabe der Feststellungserklärung nicht rechtzeitig erfolgte. Ob die Abgabe der Erklärung digital erfolgen kann, das ist aktuell noch nicht sicher. Denn es gibt bis heute keine einheitliche digitale Lösung.

Welche Daten benötigt das Finanzamt für die Grundsteuererklärung?

Das Amt benötigt für die Erklärung verschiedenen Daten. Dazu gehören der Grundsteuerwert, der Einheitswert und auch die Grundsteuermesszahl. Der Hebesatz der Gemeinden muss zur Berechnung ebenso vorliegen. Außerdem benötigt das Amt für die Berechnung der Grundsteuer die Art der Bebauung des Eigentums.

Also ist es bebaut und wenn ja, mit welcher Art von Gebäude. Die Grundsteuer wird immer zum 1. Januar eines jeden Jahres fällig. In dieser Zeit muss die Feststellungserklärung erfolgen. Die meisten Finanzämter rechnen jedoch im Quartal ab. Benötigen Grundstücksbesitzer Hilfe bei der Feststellungserklärung für die Grundsteuer, dann kann man sich an unsere Steuerberater wenden. Dieser kennt alle Daten, die man für Feststellung benötigt.

31. Oktober 2022 sollten sich Hausbesitzer und Grundstückseigentümer merken

Die Feststellungserklärung zur Neuberechnung der Grundsteuer muss von Ihnen spätestens am 31. Oktober 2022 beim Finanzamt eingegangen sein. Formulare dazu können Grundstücksbesitzer beim Finanzamt oder bei Elster abfragen. Dieses Datum dürfen sich nicht nur private Besitzer von Immobilien merken, sondern auch Unternehmen. Auch diese sind, sofern sie Grundbesitz haben, zur Abgabe der Feststellungserklärung für die Neuberechnung der Grundsteuer verpflichtet.

Sollten Unternehmer Wohngrundstücke oder Wohnimmobilien besitzen, wird das Ertragswerteverfahren herangezogen. Geschäftsgrundstücke hingeben laufen über das Sachwerteverfahren.

Fazit zur Feststellungserklärung der Grundsteuer

Fassen wir die vielen Informationen zur Grundsteuererklärung noch einmal zusammen. Die Feststellungserklärung muss von jedem Grundstückseigentümer abgegeben werden. Daraufhin wird die Grundsteuer berechnet. Die Abgabe der Erklärung muss bis zum 31.10.2022 erfolgen. Grund für diese neue Berechnung ist die Reform der Grundstücksteuer, weil die alte Version verfassungswidrig war.

Diese Neuregelungen können Vorteile und Nachteile mit sich bringen. Wichtig ist jedoch, dass das Grundsteuer Reformgesetz jetzt greift und entsprechend erfüllt werden muss. Die Finanzverwaltung ist der passende Ansprechpartner. Städte und Gemeinden profitieren jedoch von der neuen Regelung, da die Finanzen ihnen zugesprochen werden.

Die Grundsteuerreform ist für Unternehmen und Privatpersonen mit Grundbesitz relevant. Dazu gehören auch Grundstücke, die nicht bebaut wurden oder Grundstücke, die ein Mehrfamilienhaus beherbergen, in dem Wohnungen vermietet werden. Wer Fragen zum Thema Grundstückswerte oder auch Einkommensteuererklärung hat, der kann sich in diesem Rahmen mit der Feststellungserklärung an die Top Steuerberater von grundsteuereinfach wenden.

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