Wie berechnet sich die Wohnfläche und wo finde ich diesen Wert?

Die Wohnfläche wird nach Wohnflächenverordnung ermittelt. Meist kannst du die Quadratmeter aus den Bauplänen oder dem Kaufvertrag der Immobilie entnehmen. Ist die Immobilie vermietet, kann die Wohnfläche auch dem Mietvertrag entnommen werden. Liegt der Wert nicht vor, muss gemessen werden. Dabei werden Keller, Abstellräume oder die Waschküche nicht mitgerechnet. Räume mit Dachschrägen, niedrigen Deckenhöhen und ein Schwimmbad zählen halb, ein Balkon oder eine Terrasse ein Viertel.

Warum muss ich überhaupt eine Grundsteuererklärung abgeben?

Am 10.04.2018 hatte das Bundesverfassungsgericht die bis dahin gültige Bewertung von Grundstücken für verfassungswidrig erklärt und damit eine Veränderung der Grundsteuer angestoßen. Der Grund für diese Entscheidung liegt darin, dass die Einheitswerte veraltet waren. Ursprünglich hatte der Gesetzgeber vorgesehen, dass man alle sieben Jahre den Einheitswert durch eine Hauptfeststellung neu zu ermitteln hat. Jedoch fand diese Feststellung des Einheitswerts erstmals und auch einmalig im Jahr 1964 statt. In den neuen Bundesländern griff man nach der Wiedervereinigung sogar auf Werte aus dem Jahre 1935 zurück. Das führte jedoch auch dazu, dass ein Gebäude, welches beispielsweise 2009 errichtet wurde, noch mit den Werten des Jahres 1964 eingestuft wurde. Das Bundesverfassungsgericht gab dem Gesetzgeber bis Ende 2019 Zeit, eine Neuregelung für die Grundsteuer zu schaffen. Von diesen neuen Regeln rund um die Grundsteuer sind mittlerweile mehr als 36 Millionen Immobilien betroffen. Neben Vermietern sind somit auch Besitzer eines Eigenheims betroffen. Aber auch für Gewerbegrundstücke, Wälder und Ackerflächen ist eine Neubewertung vorgeschrieben. Der Stichtag zur Neubewertung der Grundsteuer ist der 01.01.2022. Die neue Grundsteuer ist dann ab 2025 zu zahlen.