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Warum brauche ich den Steuerberater für die Grundsteuererklärung?

Auf den ersten scheint die Mammutaufgabe 36 Mio. Grundstücke neu für die Grundsteuerbemessung zu bewerten für den einzelnen Bürger machbar. Die Angaben, die für die Grundsteuererklärung benötigt werden sind überschaubar. Zum einen sind es die persönlichen Angaben zum Grundstücksbesitzer. Dann werden noch die allgemeinen Angaben zum Grundstück benötigt, wie z.B. Gemarkung, Flur, Flurstück und Größe. Hierbei hilft der Grundbuchauszug, aus dem alle Daten abgelesen werden können.

Dann dürfen sie den Bodenrichtwert angeben. Diesen können sie in den Online-Portalen der Gutachterausschüsse ermitteln. Hierbei ist aber Vorsicht geboten. Oft sind Grundstücke in der gleichen Straße, aber auf verschiedenen Straßenseiten sehr unterschiedlich im Wert. Eine erste kleine Tücke, die zu hohen Unterschieden bei der Bewertung und später bei der Grundsteuer führen kann.

Jetzt fehlt die Immobilienart, die Wohn-/Nutzfläche und das Alter des Gebäudes. Aber Moment mal, wo bekommt denn jetzt das Alter her? Und wie werden die Flächen errechnet? Wenn noch Bauunterlagen vorliegen, wird es kein Problem sein, die Zahlen zu ermitteln. Eventuell hilft auch der Kaufvertrag weiter. Aber gerade bei älteren Immobilien findet man in seinen Unterlagen keinen Hinweis auf das Alter oder die Fläche. Für das Alter des Gebäudes kommt dann in meinen Augen durchaus eine sachgerechte Schätzung in Betracht. Bei der Wohn-/Nutzfläche ist die Wohnflächenverordnung die Grundlage für die Berechnung. Hier liegt also schon wieder die Tücke im Detail, die zu hohen Unterschieden bei der Bewertung und später bei der Grundsteuer führen kann.

 

Und jetzt alles fertig?

Leider nicht so ganz. Aus diesen Zahlen, Daten und Fakten errechnet das Finanzamt den Grundsteuerwert. Eine Berechnung der neuen Grundsteuer erfolgt noch nicht. Erst nach Anpassung der Steuersätze durch die Gemeinden kann die neue Grundsteuer ab 2025 berechnet werden. Stellt man dann fest, dass die Grundsteuer aber ganz schön hoch ist, wird in den meisten Fällen der Grundsteuerwert falsch berechnet worden sein. Die Tücken die dazu führen können, sind oben beschrieben. Ein Einspruch in 2025 ist dann allerdings nicht mehr möglich.

 

Was soll denn da schon falsch berechnet sein?

Nach Angaben des Bundes der Steuerzahler ist in Deutschland jeder 5. Steuerbescheid falsch.

Der Grundsteuerwert für ein Einfamilienhaus wird nach dem Bewertungsgesetz mit dem Ertragswertverfahren ermittelt. Und dieses Verfahren hat es in sich. Auf Seiten der Finanzverwaltung werden aber 2000-3000 neue Mitarbeiter, die ohne steuerliche Vorkentnisse eingestellt werden, mit genau dieser Berechnung betraut. Die Mammutaufgabe 36 Mio Steuerbescheide zu erlassen stellt die Finanzverwaltung also vor enorme Herausforderungen in Bezug auf die Richtigkeit der Grundlagen für die Besteuerung. Sind diese Grundlagen aber falsch, kommt auch eine falsche Steuer dabei raus, die sieben Jahre lang bezahlt werden muss. Wir Steuerberater und unsere Fachteams jedoch haben seit vielen Jahren durch die Beschäftigung mit Erbschaft- und Schenkungsteuer Erfahrung mit dem Bewertungsgesetz und den Berechnungen. Daher berechnen wir den Grundsteuerwert selbst und gleichen ihn mit dem Bescheid des Finanzamtes ab. Stellen wir Abweichungen fest, wird umgehend Einspruch eingelegt. So sind Sie auf der sicheren Seite.

Wenn Sie also Tücken und Überraschungen bei der Grundsteuererklärung vermeiden und die richtige also die geringste Steuer ab 2025 für sieben Jahre für Ihre Immobile entrichten wollen, dann lassen Sie die Profis, also die Steuerberater ran. Die Statik für Ihre Immobilie haben Sie ja auch nicht selbst berechnet und danach erbaut.

 

 

 

 

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Grundsteuer Länderöffnungsklausel

Mit dem Urteil aus dem Jahr 2018 hat das Bundesverfassungsgericht eine Reform zur Grundstückssteuer beschlossen. Das Grundsteuer Reformgesetz, welches dabei entstand, greift nun und Hausbesitzer und Eigentümer von Grundstücken müssen eine Neuberechnung der Grundstückswerte über sich ergehen lassen. Dabei ist vorwiegend die Feststellung zu dieser Erklärung im Jahr 2022 wichtig. Nur wer eine Feststellung zur Grundsteuer abgibt, kann mit einer fairen Neuberechnung der Grundsteuer ab 2025 rechnen.

Grund für das Grundsteuer Reformgesetz war die gleichberechtigte Beurteilung der Grundsteuer, die seit vielen Jahren nicht mehr angepasst wurde. Wer sich intensiver mit dem Thema Reform zur Grundsteuer befasst, wird auf die Grundsteuer Ländereröffnungsklausel und das Bundesmodell stoßen. Was das genau ist, wird jetzt erklärt.

Fakten zur Öffnungsklausel der Grundsteuerreform

Für Grundstücksbesitzer ist es enorm wichtig zu wissen, dass die Feststellung der Werte des Grundstücks bis Ende 2022 beim Finanzamt eingereicht werden müssen. Die Grundstückssteuer wird laut der Reform erst ab 2025 greifen. Wer Fragen zur Berechnung der Grundsteuer hat, der kann sich unsere zahlreichen Beiträge dazu anschauen. Dort wird auch genau erklärt, was sich für Mieter und auch Immobilienbesitzer verändert.

Die Reform der Grundsteuer hat viele Diskussionen hervorgerufen auch unter den Bundesländern, sodass der Gesetzgeber einen Kompromiss eingehen musste und die Länderöffnungsklausel in Art. 72 Abs. 3 S. 1 GG neu eingeführt hat. Diese Öffnungsklausel ermöglicht es den Bundesländern, abweichende Berechnungsgrundlagen für die Grundstückswerte anzusetzen. Einige Bundesländer haben sich dazu entschlossen, genau von dieser Klausel Gebrauch zu machen. Fakt ist jedoch, die alte Grundsteuerregelung war verfassungswidrig und musste geändert werden.

Nachteilig ist, dass die Reform der Grundsteuer damit nicht mehr einheitlich gilt. Es gibt zwar eine Reform, jedoch ist diese nicht bundesweit gleich.

Hinweis: Die Frist bis Ende Oktober 2022 gilt als Zeitpunkt zur Abgabe der Feststellung. Erstelle deine Grundsteuererkärung jetzt gleich bei Uns.

Was sagt noch gleich das Bundesmodell aus?

Bevor wir genauer auf das Bundesmodell eingehen,  noch einen kleinen Hinweis. Die meisten Besitzer von Grundstücken kennen diese Grundsteuermodelle:

  • Grundsteuer A
  • Grundsteuer B

Die Grundsteuer A bezieht sich auch Land- und Forstwirtschaft als auch Grundstücke, die in der Agrar genutzt werden. Die Grundsteuer B wiederum bezieht sich auch bebaute Grundstücke.  Dazu gehören Wohnhäuser oder andere Gebäude und Immobilien. Nun gibt es mit dem neuen Gesetz eine Grundsteuer C. Hiermit sind Grundstücke beschrieben, die unbebaut sind, jedoch bebaut werden können. Grund für die Einführung der Grundsteuer C war der Wunsch, mehr Grundstücksbesitzer zur Bebauung der Grundstücke zu bewegen, um Wohnraum zu schaffen. Somit haben Grundbesitzer jetzt auch die Grundsteuer C zu berücksichtigen. Ob Sie unter die Grundsteuer C fallen, dass können unsere Steuerberater beantworten.

Was ist jetzt das Bundesmodell, welches zur Berechnung der Grundsteuer herangezogen wird. Laut dem Bund wird damit die Neuregelung der Grundsteuer zusammengefasst, wobei diese an das Grundmodell der alten Berechnung anknüpft.

Die Berechnung lautet demnach wie folgt:
Grundbesitzwert x Steuermesszahl x Hebesatz

Das Bundesmodell zur Grundsteuer sieht vor, dass der Grundbesitzwert in Abhängigkeit zur Grundstücksart berechnet wird. Bei einem Wohngrundstück sieht der Bund beispielsweise vor, dass ein Ertragswertverfahren greift. In diese Berechnung fließen dann der Bodenrichtwert, die Grundstücksfläche, die Nettokaltmiete und die Immobilienart ein. Auch das Alter der Immobilie spielt eine Rolle, wenn es um das Ertragswertverfahren geht.

Handelt es sich um Nichtwohngrundstücke, wozu Geschäftsgebäude gehören, wird sich die Grundsteuer laut Bundesmodell an dem Sachwertverfahren orientieren. Dafür werden die Herstellungskosten für Gebäude und die Gebäudeart als Basis zur Errechnung der Steuer herangezogen. Auch der Bodenrichtwert spielt dabei eine Rolle.

Die dabei entstehenden Grundbesitzwerte werden mit der Steuermesszahl und dann mit dem Hebesatz der Gemeinden multipliziert. Daraus ergibt sich die Höhe der Grundsteuer. Dieses Grundsteuer Modell wurde von einigen Bundesländern, darunter Sachsen, nicht angenommen. In einigen Ländern gilt nun eine andere Berechnungsgrundlage.

Hinweis: Die Gemeinden machen die Hebesätze für die Grundsteuerhöhe.

Grundsteuer Länderöffnungsklausel -was heißt das?

Die Reform der Grundsteuer greift bereits und noch in diesem Jahr muss man seine Grundsteuer neu berechnen lassen, die dann ab 2025 zu zahlen ist. Nun gibt es kein einheitliches bundesweites Verfahren, sondern es durfte ein Kompromiss gefunden werden. Den einige Länder in Deutschland waren mit dem neuen Grundsteuerrecht nicht einverstanden.  Es kam zur Länderöffnungsklausel. Insgesamt haben sich neun der 16 Bundesländer dem Bundesmodell zugewandt. Dazu gehören:

  • Berlin
  • Brandenburg
  • Bremen
  • Mecklenburg-Vorpommern
  • Rheinland-Pfalz
  • Sachsen-­Anhalt
  • Schleswig-Holstein
  • Thüringen
  • Nordrhein-Westfalen

Das bedeutet, dass Baden-Württemberg und auch Sachsen sowie das Saarland und andere Bundesländer sich nicht mit dem Bundesmodell einverstanden erklärt haben.  Es haben sich deswegen verschiedene Berechnungsmodelle anhand der Grundsteuerreform entwickelt. Darunter diese Modelle:

  • Bundesmodell
  • Bundesmodell mit eigenen Steuermesszahlen
  • Flächen Lage Modell
  • Flächenmodell
  • Flächenmodell mit einfachem Faktorverfahren
  • Modifiziertes Bodenwertmodell
  • Wohnlagemodell

Baden-Württemberg war eines der ersten Bundesländer, die sich gegen das Bundesmodell gerichtet haben. Hier greift das modifizierte Bodenwertmodell, welches als Basis den Bodenrichtwert mit der Grundstücksfläche multipliziert. Auf die Bebauung kommt es bei der neuen Bewertung der Grundsteuer nicht an.

Bayern hingegen nutzt das Flächenmodell, welches die Grundstücke nicht mehr nach dem Wert dessen beurteilen möchte. Die Grundsteuer berechnet sich deswegen mit einem Kompromiss, welcher die Größe des Grundstücks und des Gebäudes beinhaltet. Hamburg, Hessen und auch Niedersachsen ergänzen das Modell aus Bayern zusätzlich mit dem Lagefaktor. Das heißt, es spielt eine Rolle, wo wie die Lage des Grundstücks ist.

Das Saarland und auch Sachsen orientieren sich bei ihrem Kompromiss an dem Bundesmodell mit eigenen Steuermesszahlen. Hier wird die Nutzungsart des Grundstücks mit zur Berechnung herangezogen.

Zusammenfassend kann man also sagen, dass eine Grundsteuer Länderöffnungsklausel Vorteile und auch Nachteile bringen kann. Das Gesetz zur Grundsteuerreform muss nicht zwangsläufig mehr Kosten mit sich bringen. Wer dazu eine Frage hat oder die Änderung nicht allein in die Feststellung eintragen möchte, kann unsere Steuerberater heranziehen. Jedoch sollte man zur Abgabe die Frist bis Ende Oktober 2022 einhalten. Eine Entscheidung wird dann durch das Finanzamt mitgeteilt.

Ob die Änderungen des Bundesverfassungsgerichts Vorteile in einigen Bundesländern hervorbringen, muss abgewartet werden.

Hinweis: Da es keine einheitlichen Verfahren in Deutschland gibt, sind steuerliche Unterschiede zu vermuten, auch bei der Bearbeitung in den Finanzämtern. Die Nutzung eines zuverlässigen Partners wie grundsteuereinfach ist deswegen zu empfehlen Entdecke hier unseren Grundsteuerrechner.

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Die Grundsteuer Neuregelung im Jahr 2022

Dass es Veränderungen bei der Grundsteuer geben wird, das ist sicherlich den meisten Besitzern von Grundstücken bekannt. Wer ein Grundstück besitzt, darf sich also auf die Reform der Grundsteuer gefasst machen, die nun zur Neuberechnung der Grundstückswerte greift. Die Vorschriften, die dabei gelten, beziehen sich auch auf die Berechnungsgrundlage. Was Mieter und Eigentümer wissen sollten, folgt nun.

Welche Änderungen gibt es jetzt bei der Grundsteuer?

Die Grundsteuerreform ist bei Grundstücksbesitzern und Hauseigentümern in aller Munde. Mittlerweile ist seit vielen Monaten bekannt, dass sich bei der Grundsteuer etwas verändern wird. Doch, was genau? Was kommt inzwischen durch die Reform der Grundsteuer auf die Immobilienbesitzer zu?

Das neue Grundsteuerreformgesetz sieht vor, dass es genau zum 1.1.2022 eine Neubewertung der Grundstücke in Deutschland gibt. Bei dieser Neuberechnung der Grundstückssteuer verändert sich jedoch die Position zur Berechnung der Steuer nicht. Das heißt, der Grundstückswert legt immer noch die Basis. Dieser Wert wird mit der Grundstücksmesszahl multipliziert.  Die Grundstücksmesszahl legt fest, welcher Teil eines Grundstücks steuerpflichtig ist. Zusätzlich ergeht zur Grundstückssteuer der Hebesatz der Gemeinden. Das heißt also für Eigentümer, dass sich die Grundsteuern aus dem Wert des Grundstücks, der Grundstücksmesszahl und dem Hebesatz der Gemeinden errechnen.  Bis zum Grundsteuer Reformgesetz war das die Vorgehensweise. Jetzt werden jedoch die Grundstückswerte anders ermittelt und eine Neubewertung erfolgt.

Um den Wert eines Grundstücks zu berechnen, werden jetzt der Bodenrichtwert und die statistische Nettokaltmiete als Grundlage verwendet. Um zu verhindern, dass gleichwertige Grundstücke anders bewertet werden, wird die Grundlage der Bewertung in regelmäßigen Abständen nun neu ermittelt.

Warum ist die Reform der Grundsteuer so wichtig?

Es kam zu dem Grundsteuer Reformgesetz, weil das Bundesverfassungsgericht entschieden hat, dass die alte Form der Grundstückssteuer verfassungswidrig ist. Das Gebot der Gleichbehandlung war nicht gegeben. Worauf sie zur Neuregelung auch für die Land und Forstwirtschaft und die Grundstückseigentümer griffen.

Der Grund für diese Entscheidung war schnell gefunden. Die Bemessungsgrundlage der Grundsteuer stammte noch aus dem Jahr 1964, wenn es um die alten Bundesländer ging. Die Berechnungsgrundlage der neuen Bundesländer war sogar noch älter und stammte aus dem Jahr 1935. Die Einstellungen mussten geändert werden, da sie nicht mehr rechtskräftig waren.

Muss ein Grundstücksbesitzer jetzt aktiv werden?

Es ist ratsam, sich zeitnah mit dem Thema Grundsteuern und der Feststellung zu befassen. Denn Grundbesitzer müssen jetzt im Jahr 2022 eine „Erklärung zur Feststellung der Grundsteuerwerte” abgeben. Wer also noch nicht aktiv geworden ist, sollte sich nun mit der Behörde, also dem Finanzamt in Verbindung setzen. Die elektronische Übermittlung der gewünschten Daten zur Feststellung der Grundstückswerte kann bis zum 01.07.2022 erfolgen.

Mit unserem smarten Grundsteuerrechner kannst du noch heute deine Grundsteuererklärung erstellen und sie von Top Steuerberatern automatisch prüfen lassen.

Wird die Grundsteuer im Land steigen?

Das kann man pauschal nicht sagen, dass bei jedem Besitzer die Steuern ansteigen werden. Ziel der Reform war nicht die Erhöhung der Steuern, sondern viel mehr die Gleichberechtigung der Bewertungen. Im Einzelfall kann es also dazu kommen, dass die Grundsteuer ab 2022 ansteigt. Es hängt viel der Art und der Nutzung des Grundbesitzes ab.

Betrifft die Grundsteuerreform auch Mieter?

Wer Mieter ist und kein Eigentümer muss sich erst einmal um nichts kümmern, wenn es um die Neuerungen des Grundsteuer Reformgesetzes geht. Denn die Grundsteuer betrifft nur den Vermieter. Es kann aber dazu kommen, dass der Mieter anteilig die Grundstückssteuer tragen muss. Inhalte dazu findet man beispielsweise in den Mietabrechnungen.

Was ist die Grundsteuer C?

Wer sich intensiver mit der neuen Reform und der Grundlage dieser befasst, wird auf die neue Grundsteuer C stoßen. Was genau ist das? Zur bisherigen Feststellung der Grundsteuer unterschied man die Grundsteuer A und die Grundsteuer B. Wobei „A“ für agrarische Nutzung und „B“ für bauliche Nutzungsfläche stand. Die Grundsteuer C, die nun mit der neuen Reform entstand, bezieht sich auf unbebaute Grundstücke, die jedoch als baureif eingeschätzt werden.  Die Einführung dieser Neuerung sieht vor, dass Eigentümer schneller zur Bebauung animiert werden.

Durch diese Regelung soll die Grundstücksspekulation gemieden werden und man erhofft sich schnell neuen Wohnraum, da dieser in vielen Bundesländern Mangelware ist.

Gilt die neue Regelung bundesweit?

Nein. Zwar übernimmt die Mehrheit der Länder die Bundesregelung. Allerdings können die Bundesländer auch eigene Grundsteuergesetze erlassen. Grundbesitzer müssen sich also über Regeln und Rahmenbedingungen informieren, die vor Ort gelten.

Bundesmodell oder Ländermodell bei der Reform zur Grundsteuer

Wer sich mit dem Thema Grundstückssteuer für seine Grundstücke bereits befasst hat und die Reform versteht, der wird auf das Ländermodell oder das Bundesmodell stoßen. Normalerweise würde man davon ausgehen, dass eine solche Reform bundeseinheitlich erfolgt. Doch dem ist nicht so. Es gibt Bundesländer, die sich dieser Reform nicht widersetzen, aber eine andere Berechnungsgrundlage anstreben.

Insgesamt kann man fünf Bundesländer aufzählen, die sich für eine eigene Berechnungsgrundlage der Grundsteuer entschlossen haben.

  • Baden-Württemberg
  • Bayern
  • Niedersachsen
  • Hessen
  • Hamburg

Diesen fünf Bundesländern war es wichtig, eine einfache Grundlage zur Errechnung der Grundsteuer zu besitzen. Das Bundesmodell in Baden-Württemberg sieht beispielsweise zur Grundsteuererrechnung lediglich den Bodenwert vor, ohne dabei Lage und Fläche zu berücksichtigen. Das heißt, die Bebauung ist vollkommen egal. Bei anderen Bundesländern kommt das Flächenmodell zum Einsatz, welches Gebäude und Grundstücksfläche berücksichtigt, jedoch andere Faktoren wie das Alter der Immobilie nicht.

In Niedersachsen und Hessen sowie Hamburg wird bei der Grundstücksteuer nun die Lage mit berücksichtigt.

Hier ein Überblick über die einzelnen Bundesländer und deren Grundlagen zur Grundsteuer:

Baden-Württemberg:

Beim Bodenwertmodell sind zwei Kriterien wichtig. Die Grundstücksfläche und der Bodenrichtwert.

Bayern:

Hier greift das Flächenmodell mit drei Faktoren. Der Fläche des Grundstücks, die Fläche des Gebäudes und die Nutzung der Immobilie.

Hamburg:

Hamburg hat sich für das Wohnlagenmodell entschieden. Dabei berücksichtigt werden die Fläche des Grundstücks und die genutzte Fläche der Gebäude oder Wohnanlage.

Hessen:

Dieses Bundesland hat sich für das Flächen Lage Modell entschieden. Auch hier wird an die Flächen des Grund und Bodens sowie die Wohn- und Nutzfläche angeknüpft.  Auch das Bundesland Niedersachsen nutzt dieses Modell.

Saarland:

Das Saarland hat eine Abweichung zum Bundesmodell beschlossen, was zu höheren Grundsteuern führen kann. Vor allem, wenn es sich um unbebaute Grundstücke handelt oder Gebäude, in denen nur teilweise gewohnt wird.

Sachsen:

Auch Sachsen hat sich für die Abweichung zur Errechnung der Grundsteuer entschlossen und sieht vor, dass eine abweichend Steuermesszahl greift. Diese bevorzugen Wohngrundstücke in Ballungszentren.

Was ist jetzt das Bundesmodell für das Grundsteuergesetz?

Das Bundesmodell ist eine Berechnungsgrundlage für die steuerliche Belastung eines Grundstücks oder eine Immobilie für die neue Grundsteuer.  Da die Grundsteuern ab 2025 greifen, muss man sich in den einzelnen Bundesländern auf Unterschiede gefasst machen.  Zur Berechnung von Wohngrundstücken nutzt das Bundesmodell, welches ab 2025 die Grundsteuern heranzieht,  ein vereinfachtes Ertragswertverfahren. Dieses zieht zur detaillierten Berechnung  folgende Faktoren heran:

  • Bodenrichtwert
  • Immobilienwohnfläche
  • Nettokaltmiete
  • Alter der Immobilie
  • Art der Immobilie

Mit diesen Daten wird der Grundsteuerwert berechnet, denn Grundstücksbesitzer mit einer Erklärung abzugeben haben. Dieser Grundsteuerwert ist die Grundlage zur Multiplikation mit dem Steuermessbetrag. Schlussendlich kommt es dann zur Multiplikation mit dem Hebesatz der Gemeinden.

Handelt es sich um ein Nichtwohngrundstück, dann ergeht die Berechnung nach einem neuen vereinfachten Sachwertverfahren. Dieses greift für die Wertermittlung auf folgende Faktoren zurück:

  • Herstellungskosten für die Immobilie
  • Baujahr des Gebäudes
  • Bodenrichtwert

Die Öffnungsklausel der Grundsteuerreform

Nicht jedes Bundesland war von diesem Modell überzeugt und hat deswegen beschlossen, die Öffnungsklausel anzuwenden. Wichtig für Besitzer der Grundstücke ist, dass sobald sich Bundesländer um ein eigenes Bundesmodell bemühen, auch die länderspezifischen Steuererklärungen sich unterscheiden werden. Deswegen ist es ratsam, bei Fragen unsere Steuerberater zu kontaktieren.

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Neue Grundsteuerreform allgemein erklärt und ab wann sie greift

Das Bundesverfassungsgericht hat bereits 2018 die Bewertung von Grundstücken für verfassungswidrig erklärt. Der Gesetzgeber wurde vom Gericht aufgefordert, die Verfassungsmäßigkeit wieder herzustellen. Es dauerte eine Weile, bis sich die Regierung zu einer Reform der Grundsteuer durchgerungen hatte. Die neue Grundsteuer wird nun ab 2025 greifen.

Mit der Grundsteuerreform wollte man sicher stellen, das die Grundsteuer auf einer rechtssicheren Basis aufbaut, um den Gemeinden auch künftig eine ordentliche Einnahmequelle zu ermöglichen. Was genau heißt das jetzt? Wir geben weitere Informationen dazu.

Die Fakten um die Grundsteuerreform

Am 10.04.2018 hatte das Bundesverfassungsgericht die bis dahin gültige Bewertung von Grundstücken für verfassungswidrig erklärt und damit eine Veränderung der Grundsteuer angestoßen.

Der Grund für diese Entscheidung liegt daran, dass die Einheitswerte veraltet waren. Ursprünglich hatte der Gesetzgeber vorgesehen, dass man alle sieben Jahre den Einheitswert durch eine Hauptfeststellung neu zu ermitteln hat. Jedoch fand diese Feststellung des Einheitswert erstmals und auch einmalig im Jahr 1964 statt. In den neuen Bundesländern griff man nach der Wiedervereinigung sogar auf Werte aus dem Jahre 1935 zurück.

Das führte jedoch auch dazu, dass ein Gebäude, welches beispielsweise 2009 errichtet wurde, noch mit den Werten des Jahres 1964 eingestuft wurde.

Das Bundesverfassungsgericht gab dem Gesetzgeber bis Ende 2019 Zeit, eine Neuregelung für die Grundsteuer zu schaffen.

Von diesen neuen Regeln rund um die Grundsteuer sind mittlerweile mehr als 36 Millionen Immobilien betroffen. Und damit auch alle die Menschen, die Eigentum besitzen und Grundsteuern zahlen müssen. Neben Vermietern sind somit auch Besitzer eines Eigenheims betroffen. Aber auch für Gewerbegrundstücke, Wälder und Ackerflächen ist eine Neubewertung vorgeschrieben.

Der Stichtag zur Neubewertung der Grundsteuer ist der 01.01.2022. Jeder, der ein Grundstück besitzt, darf sich nun auf eine Neuerung der Grundstücksteuer freuen.

Wozu dient die Grundsteuer auf Grundbesitz?

Die Grundsteuer auf Grundstücke ist eine Einnahmequelle der Gemeinden. Festgesetzt wird sie einmal im Jahr und ist normalerweise vierteljährlich zu zahlen. Die Grundsteuer wird zwar nur von Eigentümern eines Hauses verlangt. Sie ist aber in der Regel als Betriebskosten umlagefähig auf die Mieter.

Wie berechnet sich die Grundstückssteuer nach der Reform zur Grundsteuer

Die Bundesregierung wollte ein einheitliches Grundsteuergesetz für ganz Deutschland verabschieden. Aber einige Bundesländer verlangten Änderungen, weil das Gesetz in ihren Augen zu kompliziert oder zu ungerecht ist. Daher hat die Bundesregierung den Ländern die Möglichkeit einer Abweichung vom sogenannten Bundesmodell eingeräumt. Die Bundesländer Baden-Württemberg, Bayern, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Saarland und Sachsen haben von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht und eigene Regeln für die Bewertung verabschiedet.

Geht es nach dem Bundesmodell werden Ein- und Zweifamilienhäuser sowie Mehrfamilienhäuser und Eigentumswohnungen mit dem Ertragswertverfahren bewertet. Für Geschäftsgrundstücke, gemischt genutzte Grundstücke und sonstige bebaute Grundstücke gilt das Sachwertverfahren. Der hier ermittelte Wert ist der Grundbesitzwert.

Die Grundsteuer wird auch zukünftig in drei Schritten berechnet. Die Grundlage dazu ist der Grundbesitzwert x Steuermesszahl x Hebesatz.

Was sollten Immobilienbesitzer bei der Grundsteuer wissen

Wer Besitzer eines Grundstücks ist, der sollte unbedingt einige grundlegende Fakten wissen:

  1. Grundstückssteuern müssen alle Immobilienbesitzer bezahlen, egal ob ein bebautes oder unbebautes Grundstück vorhanden ist.
  2. Die Grundsteuer für baureife Grundstücke wird erhöht, um Immobilienspekulationen zu verteuern.
  3. Besitzer einer Immobilie müssen nun die erforderlichen Immobilienwerte elektronisch an das Finanzamt übermitteln. Dies ist in der Zeit vom 1.7. – 31.10.2022 zu tun.
  4. Die Gemeinden werden nach Feststellung der neuen Grundbesitzwerte auch noch einmal ihre Hebesätze anpassen. Das Steueraufkommen der Grundsteuer von ca. 16 Milliarden Euro jährlich soll sich nicht erhöhen.
  5. Gibt man keine Grundsteuererklärung ab, riskiert man die Schätzung der Grundbesitzwerte. Und Schätzungen fallen selten zu Gunsten der Steuerpflichtigen aus.
  6. Wird eine Immobilie innerhalb eines Steuerjahres verkauft, dann bleibt der Verkäufer bis zum Jahresende Schuldner der Grundsteuer.